Baskettball-04961

Herren 1: Fast Break verliert erneut knapp zu Hause 🏀

Beim 86:92 (40:44) gegen die BG Dorsten rüttelt Fast Break auch im zweiten Heimspiel der Saison ordentlich am Gewinnerbaum, ohne das am Ende zwei Punkte dabei abfallen.

Vor zwei Wochen: Ganz schön, aber nicht erfolgreich gegen Recklinghausen. Letzte Woche: Nicht ganz schön, aber erfolgreich in Dortmund. Diese Woche: Ganz schön erfolgreich gegen Dorsten?! Klar, das war das ausgewiesene Lieblingsszenario der Mannschaft, um die neue Heimstätte am Werner-Heisenberg-Gymnasium endlich zur Heimsieghalle zu machen. Und weil erneut über 200 Breakeraner trotz zeitgleichen Sprungballes bei den Giants den Weg in den FBL-Dome 2.0 gefunden hatten, ging die Mannschaft unter lautstarker Anfeuerung die schwierige Mission erster Heimsieg an.

Fast Break kam schnell ins Spiel. Allzweckwaffe und eierlegende Wollmilchsau Adrian Brückmann – dessen Nachname rückwärts ausgesprochen übrigens „Nnamkcürb“ ergibt, was aber keinerlei Bedeutung hat – traf per Dreier zum frühen 6:4, bevor auf Dorstener Seite die Nderim Pelaj-Festspiele eingeläutet werden sollten. Ob per Mitteldistanzwurf, Dreier, rückwärts um die Ecke oder aus 40 Metern Höhe blind in einem Hubschrauber sitzend, der Guard der Gäste, der 16 seiner insgesamt 29 Punkte im Anfangsviertel erzielte, konnte einfach nicht daneben werfen und war so für die RegioBallers zunächst wie Argumente von Donald Trump: Unwirklich und unmöglich zu verteidigen. Bis zur Halbzeit sollte Pelaj sein Punktekonto auf 25 Punkte weiter aufstocken. Gut für FBL, dass gegenüber dem Dorstener Solisten das Trio Rass, Brückmann und Fröhlingsdorf, besser bekannt als 3 Engel für Chaby, offensiv dagegen und dadurch Leverkusen im Spiel hielt.

Dennoch startete FBL mit einer Hypothek von vier Punkten (40:44) ins dritte Viertel. Coach Pimperl hatte sich in der Pause was einfallen lassen und beauftragte Tim Dahmen und Sören Bich abwechselnd mit der Spezialaufgabe Pelaj. Die beiden FBL-Aufbauspieler, die abseits des Feldes so freundlich daherkommen, als würden sie dir Kekse für den guten Zweck verkaufen wollen, nahmen die Aufgabe dankbarer an als Wachhunde die maulkorblose Spätschicht auf Schrottplätzen und scheuchten den „Eindringling“, für den es nun nicht mehr viel zu holen gab, unaufhaltsam über den Platz. Auch den Defensivrebound, den die RegioBallers in Halbzeit eins oftmals sträflicher vernachlässigt hatten als Diesel-Autohersteller ihren Moral-Kompass, kontrollierte FBL nun besser im Kollektiv. Das Resultat war eine nicht unverdiente 61:59-Führung nach 30 gespielten Minuten.

Erneut mussten also die letzten 10 Minuten die Entscheidung bringen. Allerdings begannen sie für Fast Break denkbar ungünstig. Einige unkonzentrierte Ballverluste und Abschlüsse, die in der Form nicht zwingend in Basketball-Tutorials bei YouTube zu finden sind, sorgten dafür, dass Fast Break nur 6 Punkte innerhalb der ersten 5 Minuten des Viertels gelangen. Besser sah es da auf Seiten der Gäste aus: War bei ihnen der eine Scorer zwar nun komplett abgekühlt, hatte ein anderer den Anschaltknopf seiner Induktions-Herdplatte gefunden. US-Boy Nwabuzor, der in der Viertelpause wohl eine Packung Kellogg´s Frosties inhaliert und somit den Tiger in sich geweckt hatte, war für die Leverkusener plötzlich schwerer zu stoppen als die Rodung des Hambacher Forsts. Fast im Alleingang erspielte er seiner Mannschaft eine Führung von 11 Punkten zum 67:78. Insgesamt 20 Punkte gelangen ihm im vierten Viertel und trotz aller Feuerkraft in den Schlussminuten konnten sich die RegioBallers nicht mehr von diesem Rückstand erholen, sodass ein tolles Leverkusener Publikum auch im zweiten Heimspiel nicht mit dem Heimsieg verabschiedet werden konnte.

Das ärgerte auch den Trainer: „Wahnsinn, was sich hier für eine Euphorie für unser Team entwickelt hat. Darauf bin ich wirklich stolz. Das hat Fast Break schon ganz, ganz lange nicht mehr erlebt. Um so blöder, dass wir diese großartige Unterstützung auch heute nicht in Zählbares ummünzen konnten. Wir machen vieles mehr als ordentlich, aber in den entscheidenden Situationen fehlt es bisher an Kaltschnäuzigkeit. Daran werden wir weiter arbeiten.“

Weiter gearbeitet wird am Donnerstag im WBV-Pokal, wenn die RegioBallers bei der SG Langenfeld um den Einzug in die dritte Runde spielen. Das Spiel ist für 19:30 Uhr terminiert. Gespielt wird in der Wilhelm-Würz Halle, Jahnstraße 113 in Langenfeld. Wir freuen uns über jeden aus dem FBL-Kosmos, der sich mit uns auf den Weg macht!

Es spielten:
Rass (18), Brückmann (17), Fröhlingsdorf (14), L. Klein (10), Bich (9), Hartmann (8), Mustapic (6), Fabian (2), D. Klein (2), Dahmen

Foto: Nilüfer Kleber

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