Herren 1 patzt erneut

Mit der Schlusssekunde verlieren die Herren völlig unnötig bei Bayer Uerdingen 80:81 und tun sich weiter schwer, die sicher geglaubte Meisterschaft final einzutüten. Aus den letzten drei Spielen braucht Fast Break weiterhin zwei Siege, um den Aufstieg in die erste Regionalliga sicherzustellen.

Schon in der letzten Woche gegen Deutz lernten die Herren, dass es leichter ist, in der Saison einen Sack von Erfolgen anzusammeln, es aber dann um so schwerer wird, ihn am Ende auch zuzumachen. Völlig verkrampft verlor man verdient gegen einen stark aufspielenden Tabellenzweiten.

Gegen den Tabellenzehnten aus Uerdingen wollte Coach Pimperl zur gewohnten FBL-Lockerheit zurückfinden, doch brachte die Mannschaft leider die Steinbücheler Steife mit nach Krefeld, die gegen Deutz das Spiel gekostet hatte. Während die Uerdinger leidenschaftlich in ein Spiel starteten, in dem sie nix zu verlieren hatten, wirkten die Herren zu Beginn wie gelähmt vom Druck des Siegens. Die Favoritenrolle, die die Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf stets angenommen und mit Selbstverständlichkeit gelebt hat, scheint nun wie eine angezogene Handbremse auf das Spiel der Leverkusener zu drücken.

Es entwickelte sich daher rasch ein Duell, in dem die Führung häufig wechselte und die gefürchteten Läufe von FBL bis zur Halbzeit komplett ausblieben. Mit 39:38 nach 20 Minuten konnte Coach P nicht zufrieden sein und musste auf Besserung hoffen. Doch auch in Halbzeit zwei agierten die Leistungsträger der Mannschaft weiter ein wenig wie blinde Postbeamte: Jeder wollte, aber keiner konnte dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. Immer wenn Fast Break mal die Chance hatte, sich abzusetzen, brachten haarsträubende Ballverluste die aufmerksamen Gastgeber wieder zurück und in Front. Und da auch sonst das Bewachen des eigenes Korbes so streng genommen wurde wie der Einlass in der Roonburg, kam Uerdingen ohne richtige Passkontrolle zu vielen leichten Punkten. Kein Wunder also, dass das Spiel bis zum Ende – wie die Unterwäsche von Kim Kardashian – ein ganz enges Höschen blieb.

Beim Stand von 78:78 spielte FBL unter dem Korb Chris „Clutch“ Fröhlingsdorf an, der mit einer Sekunde auf der Uhr zum 80:78 vollstreckte. Uerdingen nahm eine Auszeit, um den Ball an der Mittellinie einzuwerfen. Fast Break blieb sich in der Defense bis zum Schluss treu, sodass Bayer den freien Mann fand, der mit einem wilden Dreier aus über 7 Metern zum Sieg für die Hausherren einnetzte und sich entsprechend von seinen Mitspielern auf Händen durch die Halle tragen lassen durfte. Für FBL blieb nur die zweite Niederlage in Folge und die Einsicht, dass man so ein Spiel unglücklich verliert, wenn man vorher den oben zitierten Sack nicht rechtzeitig zu macht.

Entsprechend frustriert zeigte sich auch der Coach nach Spielende: „Zwei Niederlagen in Folge hat es für uns noch nicht gegeben und daher müssen wir schleunigst schauen, wie wir aus der Minikrise wieder rauskommen. Sonst haben wir es geschafft 17 souveräne Spieltage innerhalb von 5 Wochen zu ruinieren. Der Auftritt meiner Jungs glich einer Schülermannschaft und einige müssen ihre aktuelle Einstellung ernsthaft überdenken.“

Damit es zum Saisonende nicht „Vizekusen Reloaded“ heißt, wird Fast Break kommenden Samstag bei den SW Baskets Wuppertal alles daransetzen, zurück in die Spur zu finden. Wer die Mannschaft unterstützen will, sollte spätestens um 20:30 in der SH Ronsdorf vor Ort sein.

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