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Herren 1 Kantersieg als Einstimmung aufs Derby

Fast Break demontiert auch die ErftBaskets aus Bad Münstereifel mit 101:55 und zeigt eine weitere Verbesserung zu der ohnehin schon starken Form der letzten Wochen.

Erneut traten die Leverkusener bei einem Gegner an, der in der Vorwoche den Tabellenzweiten aus Deutz geschlagen hatte. Und erneut zeigte die Mannschaft, warum sie momentan in der Liga nicht zu stoppen ist. Mit dem Wissen, dass Edelfan Silke Mühlenbacher Geburtstag feierte, wollte die Truppe um Sven „Sweetheart“ Hartmann ein standesgemäßes Geschenk bereiten und eröffnete die offiziellen Mühlenbacher-Festspiele mit einem 12:0 Lauf innerhalb der ersten drei Minuten. Ungläubig rieben sich die über 300 Fans am Rande der Osteifel einmal kurz durch die Augen, um dann mitanzusehen wie die Leverkusener Ligaleader den Gegner in den ersten 10 Minuten komplett überrollten. 30:7 stand es zu diesem Zeitpunkt und eigentlich fehlte nur noch die Sprachlosigkeit von Bela Rethy, um dem legendären 7:1 von Deutschland gegen Brasilien emotional in nichts mehr nachzustehen.

Auch wenn Fast Break im zweiten Viertel defensiv dann etwas mehr zuließ, vollführte das Team offensiv weiterhin Hochgeschwindigkeitsbasketball der Extraklasse. Besonders Marc „M16“ Rass zeigte keinerlei Ladehemmungen und feuerte sich früh den Frust über zahlreiche im Training verlorene Wurfserien unter der Woche gegen Erzfreund Christoph Knieper von der Seele. Mit insgesamt sieben getroffenen Dreiern war der Schönspieler vom Steinbusch am Ende auf dem rosanen Zettel seines Coaches positiv vermerkt und damit folgerichtig Topscorer seines Teams. Fast Break ging mit einer Führung von 59:28 in die Kabine und hinterließ in der Halle eine Schneise der emotionalen Verwüstung bei den heimischen Zuschauern. „Die sind ja wie Japaner!“ rief einer der Fans und bezog sich mit diesem Vergleich vermutlich auf die Leichtfüßigkeit und Präzision mit der die zehn FBL-Samurai durch die ersten zwanzig Minuten gewütet waren. Denn rein baketballerisch, das wissen wir alle, können Japaner überhaupt nix…aber genug der haltlosen Klischees.

Wer still und heimlich gehofft hatte, dass die Leverkusener in Halbzeit zwei einen Gang rausnehmen würden, wurde jäh enttäuscht. Zu groß war die Spielfreude der gesamten Mannschaft, die neben einer hervorragenden Freiwurfquote von 95% mit zahlreichen Dunkings und Blocks zu verzücken wusste. Maurice „Royal TS“ Foth, der auf Grund seines unstillbaren Appetits gerne auch mal als „menschliches Tamagotchi“ bezeichnet wird, konnte seine ansteigende Formkurve weiter bestätigen und verdiente sich somit den ein oder anderen Extra-Cheeseburger. Die Big-Mäcs Brückmann/Fröhlingsdorf/Klein scorten ebenfalls zweistellig und immer wenn bei den ErftBaskets mal etwas gelang, hatte Fast Break eine deutlichere Antwort parat. Und auch wenn sowohl die Spieler wie Zuschauer der ErftBaskets zu keinem Zeitpunkt aufgaben und tapfer dagegenhielten, gab es an der makellosen Leistung der Steinbücheler nichts mehr zu rütteln.

Am Ende stand ein 101:55 Sieg, der selbst beim eigentlich eher verhalten lobenden Coach Pimperl die Lippen lockerte: „Das war bärenstark, grandios! Die Jungs haben diese tolle Sportart heute zelebriert und wieder haben alle meine Spieler gepunktet.“ Für den Auftritt seiner Mannschaft machte er dabei vor allem zwei Leute verantwortlich: „Marc und Sven kriegen heute ein Extralob. Sie haben das Team hervorragend geführt, genauso wie ich mir das vorstelle!“

Damit geht Fast Break in bester Laune und Verfassung in das anstehende Derby gegen den Leichlinger TV. Große Fernsehanstalten wie RTL und Pro7 sorgen sich bereits um ihre Einschaltquoten, denn in Leverkusen und Leichlingen wird definitiv keiner vor dem Fernseher sitzen, wenn um 20:15 der Blockbuster im Steinbusch startet. Ein volles Haus, beste Stimmung und vor allem hochklassiger Basketball sind garantiert!

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