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Herren 1 bauen Tabellenführung aus

Auch gegen die in den letzten Wochen starken SW Baskets Wuppertal setzt Fast Break seine Siegesserie fort und gewinnt am Ende deutlich mit 89:71. Durch die erneute Niederlage des Tabellenzweiten aus Deutz beträgt der Vorsprung auf den ärgsten Verfolger nun vier Punkte.

Die Wuppertaler hatten in der Vorwoche überraschend deutlich gegen Deutz gewonnen, sodass Trainer Thomas Pimperl einen vor Selbstvertrauen strotzenden Gegner erwartete. Zwar musste er erneut auf Kapitän Andi „Aida“ Fabian verzichten, dessen Arbeitgeber ihm offensichtlich viel zu viele Urlaubstage zugesteht, aber die große Tiefe des Kaders kompensiert in diesem Jahr jeden Ausfall bislang problemlos. Daher konnte der Coach wie gewohnt auf 10 schlagkräftige Männer zurückgreifen.

Die Schlagkraft des ersten Viertels glich allerdings zunächst eher einem Schwergewichtskampf mit Wattepads. Die Wuppertaler wirkten etwas lethargisch und auch Fast Break war weit entfernt davon, seinen gewohnten Tempobasketball zu zelebrieren. Besonders offensiv spielten die Leverkusener zunächst wie mittelmäßige Violinen-Spieler eines Musikschulorchesters und vergeigten diverse einfachste Abschlüsse. Extrem romantisiert dargestellt, lässt sich das erste Viertel daher mit einer jungen Teenager-Liebe vergleichen: Es war ein vorsichtiges Abtasten. Demnach zu wenig für Coach Pimperl, der das 18:16 zur Viertelpause mit einem simplen „Okay“ abstempelte.

In den zweiten zehn Minuten fand der Tabellenführer dann aber besser ins Spiel. Nach den ersten Wechseln zeigte sich, dass FBL vor allem auf den großen Positionen mehr Substanz aufzubieten hatte. Während Wuppertal offensiv relativ erfolglos von außen feuerte, regierten Chris Fröhlingsdorf und die Familie Klein unter den Körben mit harter Hand und schlossen auf der Gegenseite entweder selbst ab oder sorgten für zahlreiche zweite und dritte Chancen. Mit einer verdienten, komfortablen 12-Punkte-Führung ging es in die Pause (42:30).

Aus der Pause kam Fast Break körperlich zwar pünktlich, geistig allerdings mit mehr als zehnminütiger Verspätung. Kollektiv verschlief das Team den Start in Hälfte zwei und ließ die Wuppertaler, die jetzt wach und bissiger waren, durch zahlreiche Unkonzentriertheiten zu vielen einfachen Punkten kommen. Einziges FBL-Highlight in dieser Phase war das einmal mehr mannschaftsintern ausgetragene Spiel im Spiel „Wer blockt beeindruckender gegen das Brett?“, bei dem sich dieses mal Marc Rass knapp gegen David Klein auf Grund besserer Haltungsnoten nach der Landung durchsetzte.

Erst als die Gäste fünf Minuten vor Spielende kurzzeitig auf 2 Punkte herankamen, dachte sich das nach einer miserablen TV-Krimiserie klingende Duo „Rass&Brückmann“ (Sat.1 Vorabend, irgendwo zwischen „Die Trovatos“ und „Auf Streife“), dass es nun doch genug der Spannung sei und ließ einen beeindruckenden 16:0-Lauf folgen, der von einem 4-Point-Play von Wüstenrennmaus Tim Dahmen gekrönt wurde.

89:71 hieß es also am Ende und Wuppertal war geschlagen. Dass die Fast-Break-Spieler beim Abklatschen der FBL-Supporter neben Gratulationen dennoch als augenzwinkerndes Feedback „Jungs, das war Mist heute“ zu hören bekamen, zeigt daher nur, auf welch hohem Niveau Mannschaft und Fans zurzeit jammern müssen.

Coach Pimperl wusste den Sieg abschließend richtig einzuordnen: „Das war sicher nicht unser bestes Spiel, aber wir haben nie zurückgelegen und am Ende souverän gewonnen.“ Grundsätzlich meint der Trainer mit Blick auf die anstehende Weihnachtspause aber: „Wenn wir die letzten 2 Spiele auch noch gewinnen, können wir von einer sehr souveränen Hinrunde sprechen. Neben der individuellen Stärke meiner Einzelspieler schaffen wir es immer besser auch als Team die Stärken aller noch besser zu nutzen. Das sieht man vor allem an Spielern wie Tim Dahmen und Maurice Foth, die in den letzten Wochen immer besser eingebunden werden und das mit hervorragenden Leistungen zurückzahlen.“

Für FBL geht es kommende Woche auswärts nach Münstereifel. Erneut ein Team, das gerade gegen Deutz gewonnen hat. Auch hier wollen die Herren die Serie aufrecht erhalten, um dann für den 9.12. perfekt vorbereitet zu sein für das große Derby gegen Leichlingen. Ein weiteres Basketball-Fest für alle FBL- und LTV-Supporter ist garantiert!

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